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| 31.07.2010 11:00 | | (Sonstiges) | |
| » Ritter in Neustädtel gesichtet « |
(SiB) SCHNEEBERG/NEUSTÄDTEL: Wertes Volk! Edle Ritter! Jetzt wird’ s ernst. Der Wettstreit kann beginnen. Ritter, Knappen, Burgfräuleins wurden am 29. Juli auf dem CVJM Gelände in Neustädtel gesichtet. Sie alle trafen sich hier zu einem edlen Rittertunier. Grundschüler aus dem Erzgebirge begaben sich auf eine spannende Reise in die Vergangenheit. An diesem Tage konnten sie einmal zeigen, welch ritterliche Fähigkeiten in Ihnen stecken. Um diese zu prüfen, mussten die kleinen Teilnehmer einen Parkour aus insgesamt sieben Stationen durchlaufen. Denn ein Ritter musste ja damals so einiges können. Jürgen Weller, Ritter und pädagogischer Leiter CVJM: "Wir wollen den Kindern natürlich etwas nahe bringen, von dem was Ritter, was wir früher so getan haben. Da gehört natürlich Reiten dazu, da gehört Armbrustschießen dazu, da gehört natürlich ein entsprechendes Spektakel allgemein dazu. Wichtig ist, dass die Kinder einbezogen werden, dass sie auch die ritterliche Fahrzeugpflege mal tun, das heißt, dass sie ihren Gefährten das Pferd putzen und so werden Kinder eigentlich mit dem ein bisschen vertraut gemacht, wie wir früher gelebt haben." Davon bekamen die Kids schon zu Beginn der Veranstaltung einen guten ersten Eindruck. Ritter von Weller zeigte sich nicht gerade hocherfreut, als der Ritter aus dem feindlichen Kampfgebiet seinen Burgfräuleins schöne Augen machte. Solch sicheres Kampfauftreten mussten auch die Kleinen bei dem Kampf mit Strohsäcken unter Beweis stellen. Doch was wäre eine Ritter ohne seine Verteidigungswaffen? Die Beherrschung der Armbrust hat hierbei oberste Priorität. Hoch zu Roß ging es danach ab durch die Wälder. Haben sich die Kleinen von ihrer besten Seite gezeigt, werden sie ritterlich zum Knappen geschlagen. Der Knappe kümmerte sich im Mittelalter um Pferd und Waffen, erlernten dessen Handhabung, sowie das höfische Benehmen. Nach sieben Jahren konnte er zum Ritter geschlagen werden. "Im Rittersaal, das ist natürlich der absolute Höhepunkt für die Kinder, dass sie das mal erleben. So eine Art Flair, dass sie hier praktisch zum Knappen geschlagen werden und das auch in diesem Ambiente hier geschieht, wo sie dann wirklich, wenn sie reinkommen, erstmal den Atem anhalten und das ist für die Kinder wahrscheinlich unvergesslich.", so Weller. Unvergesslich wird es definitiv bleiben. Nach dem Knappenschlag, gab es den feierlichen Umtrunk und alle bekamen ihre persönliche Urkunde. Und ab diesem Zeitpunkt haben wohl alle die gleiche Mission, Berufsritter einmal später zu werden. |
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